Wieder einmal liefert Pier2 Antworten auf die Fragen, die sich Numismatiker stellen. Heute widmet er seine Forschungen und sein Wissen den Münzen mit „Blasen“!
Manchmal wundern sich Sammler beim Anblick von Blasenbildungen oder Blasen auf der Oberfläche von Aluminiummünzen, die während oder nach dem Zweiten Weltkrieg geprägt wurden; einer Zeit, in der Aluminium aufgrund der Beschlagnahmung strategischer Metalle verwendet wurde.
Um ihre Kriegsproduktion aufrechtzuerhalten, requirierte die deutsche Armee alle Nichteisenmetalle in den besetzten Gebieten. Im Bereich der Währung führte dies zu einer gewissen Findigkeit, da die für die Münzprägung vorgesehenen Metalle requiriert wurden.
So entstanden unter anderem die Briefmarken-Münzen und andere Münzen aus Nichteisenmetallen (Pappe, Aluminium …), die als Notgeld bezeichnet wurden. Um mehr über dieses Thema zu erfahren, laden wir Sie ein, diesen Artikel zu lesen.

Es ist an der Zeit, eine Erklärung für die Blasen zu liefern, die auf der Oberfläche von Aluminiummünzen zu beobachten sind. Ein Phänomen, das unter dem Namen „Lochfraß“ oder „Kavernenkorrosion“ bekannt ist und typisch für Aluminiummünzen ist, die über längere Zeit Feuchtigkeit und Sauerstoff ausgesetzt waren.

Aluminium reagiert mit Sauerstoff und bildet an der Oberfläche eine Aluminiumoxidschicht, die normalerweise das darunterliegende Metall schützt. Bei Feuchtigkeit oder Verunreinigungen (wie Salzen oder Säuren) kann diese Schicht jedoch lokal beschädigt werden.
– Wasser oder Feuchtigkeit dringt in die Mikrorisse der Oxidschicht ein.
– Es kommt zu einer elektrochemischen Reaktion zwischen Aluminium und Sauerstoff, bei der Aluminiumhydroxid entsteht. Dieser Prozess erzeugt einen Innendruck, der das Metall nach außen drückt und Blasen bildet.
– Die Korrosionsprodukte (wie Aluminiumhydroxid) nehmen mehr Volumen ein als das ursprüngliche metallische Aluminium, was zu einer sichtbaren Verformung der Oberfläche führt.
Münzen, die in Kartons in einer feuchten Umgebung aufbewahrt werden, sind anfälliger. Daher sollten gebrauchte Aluminiummünzen in einer trockenen Umgebung (idealerweise in einer neutralen Kunststoffkapsel) aufbewahrt werden.
Natürlich haben diese „angelaufenen“ Münzen jeglichen numismatischen Wert verloren, ihre Korrosion schreitet unaufhaltsam voran. Deshalb können wir Sammler nur dazu ermutigen, auf Feuchtigkeit zu achten und geeignete Lösungen zu wählen, um jeglichen Wertverlust zu vermeiden!
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